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Zeitgenössische Kunst

Bei der frühkindlichen Förderung ist es besonders wichtig, Kindern die Möglichkeit zu geben, sich mit unterschiedlichsten „Bildern“ zu konfrontieren und ihnen dabei Anregungen zu geben. Kinder sind keine passiven Betrachter. Sie können dazu herangeführt werden, Bilder als verweisende Zeichen zu verstehen, als eine Aufforderung, in aktive Kommunikation mit ihnen zu treten. Zur Erforschung der Hintergründe, Zusammenhänge und Bezüge stiften diese Zeichen an. Auf diese Weise entwickeln Kinder die Fähigkeit zu einer sinnvollen Auswahl von Bildern.

Die große Offenheit der Kinder trifft gerade in der zeitgenössischen Kunst auf die große Offenheit der Kunstwerke. Sie geben Anregungen, vielleicht auch eine Richtung an, stellen aber keine Mode dar, keinen Mainstream. Sie geben keine offensichtlichen Anleitungen, eindimensionale Antworten oder Aufgaben. Kunstwerke machen neugierig, sie stellen Alltägliches schräg oder witzig dar, legen geheimnisvolle Spuren, stellen scheinbar Bewiesenes in Frage. Vielleicht bleiben einige Fragen bis zum Ende hin offen, und dies darf so sein. Kunstwerke werfen Fragen auf, aber wollen diese Fragen in jedem Fall endgültig beantwortet werden?

Kinder nehmen das Spiel sofort auf: Sie stellen weitere Fragen und entfernen sich dabei nicht vom eigentlichen Kern des Themas; sie bleiben hartnäckig „dran“, sie verfolgen die Spuren, indem sie z.B. selbst neue legen. Sie erfreuen sich am Alltagsbezug der zeitgenössischen Kunst.

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